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Lange Lieferketten – hohe Einkaufskosten: Selber Importieren spart bares Geld

11. November 2011 (Allgemein)
Internethandel Nr. 97 November 2011 - Import

Internethandel Nr. 97 November 2011 - Import

Der Online-Handel ist ein reizvolles Geschäftsfeld. Schlüsselfertige Online-Shops, günstige Marktplätze und leicht umsetzbare Marketing-Strategien sorgen für schnelle erste Erfolge. Besondere berufliche Qualifikationen oder ausgeprägte Programmier- und PC-Kenntnisse werden von jungen Gründern in diesem Bereich kaum erwartet. Vor diesem Hintergrund kann es nicht verwundern, dass sich immer mehr Personen zur Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit im E-Commerce entscheiden. Während technische Fragestellungen und die erfolgreiche Suche nach potenziellen Kunden schnell und einfach bewältigt werden können, trennen sich im Online-Handel Spreu und Weizen vor allem beim Einkauf. Wer als frisch gebackener Online-Händler seine Verkaufsware über einen Großhändler „um die Ecke“ bezieht, der sieht sich schnell einem großen Problem ausgesetzt.

Da heute immer mehr Produkte in Fernost, vor allem in China, hergestellt werden, kaufen die meisten hiesigen Großhändler selber auch nur bei Zwischenhändlern und Importeuren ein. Zwischen dem eigentlichen Ursprung eines Produktes und dem Online-Händler liegen nicht selten vier, fünf oder mehr Unternehmen. Experten sprechen hierbei von der Lieferkette, deren hauptsächlicher Nachteil darin besteht, dass jeder beteiligte Händler seinen Gewinn auf den Preis aufschlägt. So wird das Produkt, bis es letztlich beim Online-Händler landet, immer teurer. Schlägt der nun seinerseits eine Gewinnspanne auf, die ausreichend ist, um sein eigenes Unternehmen am Leben zu erhalten, dann wird das Produkt im Web-Shop so teuer, dass sich kein Kunde mehr dafür begeistern kann. Ist der Aufschlag dagegen zu gering, dann reichen die Gewinne nicht aus, um die Existenz des Händlers zu sichern.

Aus diesem Dilemma gibt es nur einen einzigen Ausweg: Der Einkauf muss preiswerter werden. Hierzu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten mit verschiedenem Wirkungsgrad. Zunächst kann man natürlich versuchen, die Preise mit den bestehenden Lieferanten besser zu verhandeln. Wenn das nicht hilft, dann sollte man sich nach weiteren Großhändlern und Importeuren umschauen und deren Preise mit den eigenen Konditionen vergleichen. Gelangt man jetzt immer noch nicht an Einkaufspreise, die sowohl einen marktgerechten Verkaufspreis als auch einen ausreichend hohen Gewinn ermöglichen, dann sollte man die Beschaffung von Waren auf ausländische Märkte ausdehnen. Hierbei sind europäische Lieferanten zunächst die erste Wahl, da hier vergleichbare rechtliche Bestimmungen gelten, eine gute Infrastruktur für die Logistik zur Verfügung steht und sich Verständigungsschwierigkeiten vergleichsweise einfach bewältigen lassen. Sind all diese Möglichkeiten ausgeschöpft und die Preise immer noch zu hoch, dann hilft nur eine Produktbeschaffung außerhalb Europas. Der wichtigste Markt für den internationalen Import ist dabei China. Immer mehr Produkte werden im „Reich der Mitte“ hergestellt und sind dort natürlich dementsprechend günstig.

Für den China Import gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten. Entweder man wird auf einer der B2B Handelsplattformen aktiv, die sich auf den internationalen Handel spezialisiert haben oder man entscheidet sich dazu, den Import aus Fernost in Eigenregie durchzuführen. Will man selber in China aktiv werden, dann kommt man allerdings nicht um eine persönliche Geschäftsreise herum. Diese sollte man nutzen, um eine der riesigen Handelsmessen zu besuchen und sich vor Ort einen Eindruck von Produkten, Angeboten, Herstellern und Händlern zu machen. Eine solche Reise bedingt dabei eine sorgfältige Vorbereitung, wenn sie zum Erfolg führen soll. Hierbei kommt es vor allem darauf an, sich konsequent auf einen vergleichsweise kleinen Produktbereich zu konzentrieren, um den Überblick nicht zu verlieren. Im Vorfeld muss unbedingt geklärt werden, welche rechtlichen und zollrechtlichen Bestimmungen für die Produkte im Fokus gelten. Und auch ansonsten bedingt die Import Reise nach China viele Vorbereitungen.

Um interessierten Online-Händlern einen Einblick in die Welt des China Imports zu gewähren, hat sich das Online-Magazin INTERNETHANDEL in seiner aktuellen Ausgabe (Nr. 97, November 2011) umfassend mit diesem Thema beschäftigt. Die Redaktion konnte hierzu Stefan Grimm, den Gründer und Geschäftsführer von restposten.de als Gastautor gewinnen. Der Experte verfügt über langjährige Erfahrungen in Bezug auf den Import in Fernost und stellt sein Wissen bereitwillig zur Verfügung. Der Leser erfährt so unter anderem, wie man eine Geschäftsreise zu einer der großen chinesischen Handelsmessen optimal vorbereitet, worauf man vor, während und nach der Reise achten sollte und wie man die Voraussetzungen dafür schafft, dass der China Import in Eigenregie zu einem vollen Erfolg wird.


Schlagwörter: INTERNETHANDEL
Der Beitrag wurde am Freitag, den 11. November 2011 um 11:44 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

Eine Antwort zu “Lange Lieferketten – hohe Einkaufskosten: Selber Importieren spart bares Geld”

  1. Steffen sagt:
    09. Dezember 2011 um 15:15

    ich hatte immer ein wenig angst vor dem Import von waren, ich dachte da muss man immer zum zoll und die ware abholen oder man bekommt probleme mit der einfuhr der Waren

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