PayPal Erfahrungen
12. Oktober 2008 (Allgemein)Wenn man Geld im Internet verdienen möchte, dann bietet es sich an, sich auch mit den gängigen Bezahlmöglichkeiten zu befassen. Dabei wird man früher oder später mit PayPal konfrontiert werden.
Erstmal nen paar allgemeine Facts zu PayPal:
- PayPal wird zum Abwickeln von Online-Zahlungen verwendet
- PayPal heißt übersetzt soviel wie “Bezahlkumpel” (to pay -> bezahlen, Pal -> Kumpel)
- PayPal ist eine Tochterfirma von eBay (aufgekauft im Oktober 2002) und ist ursprünglich für Mittel- und Kleinbeträge gedacht
- Persönliche Daten werden über eine SSL Verbindung gesendet (wohl das mindeste ;))
- PayPal ist seit dem 2. Juli 2007 eine “richtige” Bank mit dem Namen PayPal (Europe) S.à r.l. & Cie, S.C.A.
Mir war PayPal zwar bekannt, aber da ich eBay kaum nutze und auch sonst relativ wenig online kaufe, habe ich mir nie ein Konto eingerichtet. Vor 2 Monaten wurde ich jedoch von einem Linkmieter gefragt, ob eine Bezahlung über PayPal nicht auch möglich sei. Da die Anmeldung kostenlos ist und erstmal keine (offensichtlichen) Nachteile mit sich bringt habe ich mich halt angemeldet. Vorsorglicherweise habe ich allerdings angegeben, kein online-banking zu betreiben, sowas würde ich schon strikt trennen.
So, dann muss ein Konto angegeben werden und die eMail-Adresse muss verifiziert werden. Danach überweist PayPal zwei kleine Beträge auf das angegebene Konto, die dann als Verifizierung des Kontos dienen.
Soweit so gut.. Denkste!
Datenschutz, Marketing und PR
Erstmal, der Datenschutz, mit dem Einrichten eines PayPal-Kontos stimmt man zu, dass die Persönlichen Daten auch an spezielle festgelegte Dritte weitergegeben werden. Darunter fallen aber auch PR und Marketingagenturen wie z.B.:
| Yesmail Inc. (USA) | Durchführung von E-Mail-Marketing-Kampagnen für PayPal-Services und -Werbeaktionen | Name, E-Mail-Adresse, Firmenname, Domänenname, Kontostatus, Kontoeinstellungen, Art des angebotenen oder verwendeten PayPal-Services, Art der Nutzung | |
| UCN (USA) und Decipher Inc. (USA) | Ausführung von Kundenserviceumfragen | Name, E-Mail-Adresse, Kontotyp, Art der angebotenen oder verwendeten PayPal-Funktionen und relevante Transaktionsdaten. | |
| BD Network Limited und Tullo Marshall Warren Limited (Großbritannien), MyCash (Frankreich) | Entwicklung und Durchführung von Kundenwerbeaktionen | Name, Adresse, E-Mail-Adresse | |
| Salesforce.com (USA) | Speicherung von Händlerkontaktdaten | Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse | |
| Noesis srl (Italien) und Lansons Communications (Großbritannien) | Reaktion auf Medienrecherchen bezüglich Kundenanfragen | Name, Adresse, für Kundenanfragen maßgebliche Kundenkontoinformationen | |
| Alchemy Worx Ltd (GB) | Um Berichte zu Marketing-Kampagnen für die Geschäftsleitung zu ermöglichen. | Name, E-Mail-Adresse, Details der Kommunikation mit dem Kunden. | |
Eine vollständige Liste gibt’s in den Datenschutzbestimmungen von PayPal
Weiter geht’s - Wenn mal was schief geht
Was passiert, wenn das Konto gehackt wird? Diese Frage kann ich in sofern beantworten, dass mein Konto 2 Wochen nach der Anmeldung gehackt wurde. Ich weiß bis heute nicht wie, keine Ahnung, aber ich bin im Internetumfeld eigentlich so sicher, dass ich nicht blind in irgendwelche Phishingmails oder so tappe. Aber gut, das mache ich PayPal nicht zum Vorwurf.
Das Hacking blieb nicht folgenlos. Innerhalb einer Woche wurde über 10 Transaktionen über eine mir fremde Kreditkarte und mein Konto abgewickelt. Glücklicherweise hatte ich selbst noch kein Geld auf dem Konto, da es wie gesagt erst kurz zuvor eingerichtet wurde. Ich befand mich zu dieser Zeit auf einem Trip durch Amerika und hatte keinen Zugang zum Internet. Aber selbst wenn - und das ist die Härte - hätte ich nix davon bemerkt, weil PayPal anscheinend keine Betsätigungsmail für irgendwelche Aktionen (Ausführen einer Transaktion, Anmeldung einer Kredikarte, …) versendet. Da frag ich schon, ob sonst noch alles klar ist… Der Kundenservice meinte dazu übrigens, dass sowas nicht nötig sei - ähm ja is klar 0o?
Ok, also, Account gehackt, es finden Transaktionen über eine Kreditkarte statt. Ich hab erstmal keinen finanziellen Schaden dadurch, weil kein Geld auf meinem Konto war und man bei PayPal nicht überziehen kann. Nach 5 Tagen sperrt PayPal das Konto, weil eine Meldung eingeht, dass die Kreditkarte möglicherweise geklaut ist. Da haben sie wiederum gut reagiert und den Zugriff direkt eingeschränkt und dadurch weiteren Schaden vermieden.
Ich bemerke den Betrug 3 Tage später, als ich wieder in Deutschland angekommen bin. Aber nur durch einen Zufall, weil der Hacker sich an den Kundenservice gewandt hat (wahrscheinlich wegen der Kontensperrung) und die daraufhin eine Mail zur Bewertung des Services rumschicken (jo danke, dafür krieg ich ne Mail aber nicht für Transaktionen, schon klar). War halt seltsam, weil ich mich nie an den Kundenservice gewandt hab. Also fix eingeloggt und Betrug gesehen.
Erstmal Panik, Konto gesperrt, geklaute Kreditkarte im Spiel, Zahlungen von über 1000€ getätigt, … Als erstes hab ich eine Mail an den Kundenservice geschrieben, da es schon zu spät für den Telefonsupport war. Auf diese Mail habe ich übrigens bis heute noch keine Antwort erhalten… Als nächstes habe ich Screenshots von den Zahlungen und der Kreditkartenüberweisung gemacht und bin damit zur Polizei gegangen und habe Anzeige gegen unbekannt erstattet. Mir selbst ist zwar wie gesagt kein Schaden entstanden, aber die verwendete Kreditkarte war offensichtlich gestohlen und deren Besitzer hatte definitiv einen finanziellen Verlust - die Zahlungen waren nämlich zum Teil bereits abgewickelt.
Am darauffolgenden Tag habe ich dann den Kundenservice telefonisch kontaktiert. Man muss sich mittels der letzten Stellen seiner Kontonummer und einer von PayPal erzeugten Identifikationsnummer ausweisen. Der Support selbst war freundlich und konnte mich auch anleiten, die erfoderlichen Schritte vorzunehmen um die Transaktionen als “unrechtmäßig” zu Kennzeichnen.
- Konflikt melden
- Problem melden
- Unberechtigter Zugriff auf PayPal-Konto auswählen
- Transaktionscodes der Zahlungen eingeben
- Beschreibung des Vorfalles eingeben
- fertig
PayPal kontrolliert diese Zahlungen daraufhin und leitet gegebenenfalls eine Rückzahlung ein. Das ging wiederum recht reibungslos.
PayPal Konto gesperrt
Durch die unbefugte Kreditkartennutzung wurde mein Konto gesperrt - und damit beginnt das Drama in was weiß ich wie vielen Akten. Ich wurde zunächst aufgefordert, Sicherheitsfragen und Passwort zu ändern. Netterweise braucht man zum ändern des Passworts die Antworten der beiden Sicherheitsabfragen. An sich ist das kein schlechter Ansatz, aber sowas sollte vorher - sprich bei der Anmeldung - erwähnt werden! Wer bitte gibt denn wirklich den Geburtsnamen seiner Mutter an.. Sowas lässt sich rausfinden und damit wär die ganze Frage sinnlos -_- Glücklichersweise habe ich aus einer geistigen Eingebung heraus für beide Fragen die gleiche Antwort benutzt, die ich mir notiert habe (was ich sonst nie mache 0o). Nunja, jedenfalls hab ich Passwort und Sicherheitsabfragen geändert.
Als nächstes wollte PayPal dann einen Adressnachweis mit Lichtbild. Wozu die das Lichtbild wollen ist mir schleierhaft, aber ok. Perso eingescannt, hochgeladen, läuft.
Dann einen Kontoauszug mit meinem Daten drauf (Name, Kontonr, …), Ok, als Verifizierung für’s Konto meinetwegen. Obwohl sich sowas schon mit Paint fälschen lässt und die erfoderlichen Daten dazu alle im PayPal Account hinterlegt sind.. aber was solls.. Auszug eingescannt und hochgeladen. Jetzt sollte man meinen, dass die Sache erledigt ist. Denkste!
Jetzt möchte Paypal noch eine Kreditkartenabrechnung - die ich natürlich nicht habe, weil die nicht von mir sondern geklaut war. Ergo hab ich auch keine Abrechnung davon. Also, Mail an Kundensupport geschrieben - auf die ich wieder keine Antwort bekam. Drei Tage später habe ich dann wieder den telefonischen Support bemüht und versucht, meinen Fall zu schildern. Die nette Dame hat mir auch versichert, dass sie alles verstanden hat und es an die zuständigen stellen weitergibt.
Tjo, was kam bei raus? Genau - nix. Zugriff weiterhin eingeschränkt, weiterhin mit den Meldungen:
“Vierstelligen PayPal-Code eingeben für Visa Karte XXXX-XXXX-XXXX-XXXX”
“Unterlagen faxen oder hochladen -> Kreditkartenabrechnung”
Lustigerweise möchte PayPal auch nochma einen Adressnachweis von mir und nochmal eine Änderung von Passwort und Sicherheitsfrage.
Inzwischen hab ich die Sache auch so ziemlich aufgegeben.. Ich mag nicht mehr.. sperrt mein Konto, löscht es von mir, ist mir Rille.. Durch die Problemabwicklung hat sich PayPal deutlich als Zahlungsmethode für mich disqualifiziert, sowas kann ich nicht gebrauchen, wenn es um “Geldgeschäfte” geht.
Tags: Erfahrungsbericht, PayPal
So viel Geld habe ich bisher im Internet verdient
14. August 2008 (Artikel, Geld verdienen, Links)Ich denke ist ein ganz guter Einstieg zur Eröffnung dieses Blogs übers Geldverdienen, wenn ich mit einem Bericht über meine persönlichen Erfahrungen / Erfolge beginne.
Hab im mom aber grad keine Zeit, kündige den Artikel hiermit aber schonmal an ![]()
Tags: Erfahrungsbericht